Erinnerungen verbinden – sie bauen Brücken und schaffen ein Miteinander. So geschehen bei der Lesung am 18. Juli 2022 in der Budge-Stiftung... 

    Wenn ich Menschen begleite, ihre Lebensgeschichte zu erzählen oder aufzuschreiben, fließt immer mal der Satz "Da habe ich Glück gehabt..." ein: Dann, wenn das Leben eine positive Wende machte, wenn eine helfende Hand sich einem entgegenstreckte, wenn etwas Wunderbares erlebt wurde. Was wäre nun, wenn man im Rückblick ganz bewusst versuchen würde, sich vor allem auf die glücklichen Momente im Leben zu konzentrieren?...

    Wenn Sie in Ihrem Leben zurückblicken, um Ihre Erinnerungen aufzuschreiben, fallen Ihnen spontan verschiedene Ereignisse ein, die Sie unbedingt aufschreiben möchten. Meist sind es die Geschichten, die Sie oft erzählt haben. Das ist gut so. Schreiben Sie diese Erinnerungen direkt auf. Wenn Sie die ersten Geschichten formuliert haben, überlegen Sie, wie Sie weiterschreiben sollen, und mitunter kommen Sie zu dem Punkt, dass die Fülle der Erlebnisse und die Vielzahl der Ereignisse die Wahl erschweren, was als Nächstes beschrieben werden kann. Was gehört hinein und was nicht? Hier helfen Ihnen die Lebensphasen weiter, denn sie ermöglichen, den Lebensstoff zu strukturieren...

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    Wenn ich heute auf die letzten zwölf Monate zurückblicke, dann erinnere ich mich an viele Momente, in denen ich glücklich war, weil ich Projekte, mit denen ich lange Zeit beschäftigt war, zu einem erfolgreichen Abschluss bringen konnte. Gleichsam spüre ich dabei noch, wie fordernd manches war, auch im Privaten. Erleichtert kann ich heute sagen, dass sich vieles zum Guten wendete oder sich auflöste, was mir Sorgen bereitete. Dass die Corona-Pandemie gerade in den ersten Monaten stark mein Gefühl von Freiheit begrenzte, führte manches Mal dazu, meine Ressourcen ganz und gar auszuschöpfen, aber auch stets zu schauen, was schon alles da ist, was wiederbelebt, was neu ergriffen werden kann. So sehe ich im Jahresrückblick 2021, dass ich alles so tief und alles so weit, wie es mir möglich war, ausfüllte. 

    Mit einem Lächeln erwachte ich am Morgen des 1. Januars 2021 ...  

    Was trägt im Leben durch Krisen und welche Rolle spielt dabei ein spirituelles Bewusstsein? Diese Frage begleitet seit vielen Jahren mein Leben - ganz persönlich und auch im Beruf. Mithilfe spiritueller Biografiearbeit kann wertschätzend auf gelebtes Leben zurückgeblickt und mit daraus gewonnenen Impulsen hoffungsvoll nach vorne geschaut werden.  

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    1. Als Kind wollte ich Malerin oder Ballerina werden, als Jugendliche Schriftstellerin, nach dem Studium erstmal Journalistin.
    2. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Deutsch und Kunst und rhythmische Sportgymnastik.
    3. Studiert habe ich Publizistik, Germanistik und Lusitanistik. Das letztgenannte Fach beinhaltet portugiesische Literatur- und Sprachwissenschaft. Das habe ich gewählt, weil ich Brasilianisch lernen wollte. Warum? In der Mittelstufe erzählte ein Lehrer von seiner Zeit als Entwicklungshelfer in Brasilien, von Arm und Reich, von Stadt und Urwald, dem Norden und dem Süden und ich war fasziniert von dem Licht und den Farben in den Fotos, die er zeigte...  
    4. Ich bin richtig gut im Zuhören und im Nachfragen, das war schon so, als ich noch zur Schule ging...   so bin ich auf meinem Weg zum Schreiben von Lebensgeschichten gekommen. Wie man seine eigene Geschichte aufschreiben kann oder über das Leben eines anderen, das erkläre ich in meinem Buch Familiengeschichte schreiben und in Wege zur Biografie, das ich mit einer geschätzten Kollegin herausgegeben habe. 
    5. Ich backe gerne Kuchen, vor allem dann, wenn ich viel lernen muss. 
    6. Ich verwende beim Schreiben und in der Biografiearbeit gerne Metaphern aus der Natur, denn dort gibt es im Jahreslauf das Wachsen und Vergehen, den Tag und die Nacht, Sonne und Regen und so viele Zwischentöne.
    7. Zu Beginn meiner Berufslaufbahn schrieb ich Pressetexte zu Uhren, Schmuck und Mode. Dabei lernte ich das, was man heute Storytelling nennt, Geschichten zu erzählen.
    8. Ich liebe die Natur.
    9. Ich koche gerne ayurvedisch.
    10. Besonders wichtig ist es mir, ganz bewusst Momente der Stille zu erleben, am Morgen und am Abend und immer mal auch zwischendurch.
    11. Ich liebe im Sommer den würzigen Duft im Wald, von Holz und trockener Erde, das Lichtspiel der Sonne in den Baumwipfeln, die vielen Nuancen von Himmelblau und Blättergrün und den Hauch eines lauen Winds.
    12. Im Herbst ziehen mich Hagebutten magisch an. Nicht nur, dass die warmrote Farbe der Hagebutten wundervoll leuchtet, erinnern sie mich daran, dass meine Mutter früher Hagebutten-Marmalade kochte, die ich sehr gerne mochte.
    13. Richtig gut geht es mir, wenn ich in einem Schreibflow bin.
    14. Ein großes Geschenk für mich ist, wenn ich Zeit finde, einen guten Roman oder ein Sachbuch über ein neues Themengebiet zu lesen.
    15. Schon seit meinen frühen Erwachsenenjahren interessiere ich mich für Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung und Resilienz.
    16. Ein Herzensanliegen für mich ist spirituelle Biografiearbeit, die Biografiearbeit mit Glaubens- und Erfahrungsschätzen.
    17. Eine meiner schönsten Reisen war meine Reise nach Irland.
    18. In Ungarn erlebte ich als Kind im Sommerurlaub mit meiner Familie das erste Mal bewusst ein Déjà-vu:  mir war, als wäre ich dort schon einmal gewesen. Wenn ich an Ungarn denke, erinnere ich mich an den Geschmack von Tomaten mit Baguette, den Balaton, die Weite auf dem Land, die Wildpferde, die Gänse, an Buda und an Pest, das Geigenspiel im Restaurant.
    19. Begeistert hat mich das autobiografische Romanprojekt des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgard, der in sechs umfangreichen Bänden sein Leben beschreibt. Die deutschsprachigen Titel lauten:  Sterben, Lieben, Spielen, Leben, Träumen, Kämpfen.
    20. Ich habe immer mal davon geträumt, Segelfliegen zu lernen.
    21. So liebe ich es im Hochsommer, die Mauerseglern auf ihrem Flug zu beobachten. Auch wenn sie schlafen, fliegen sie.
    22. Wenn ich mich nicht mit Schreiben ausdrücken könnte, würde ich zeichnen oder tanzen wollen.
    23. Ich tanze sehr gerne, weil ich mich beim Tanzen so leicht fühle.

    Sie gehen spazieren, räumen auf oder kochen ganz in Ruhe das Mittagessen, und während Sie so vertieft in die Tätigkeit oder die Bewegung sind, kommen Ihnen in Erinnerungen an vergangene Zeiten in den Sinn. Kennen Sie das? ...

    Was ist Ihre früheste Erinnerung? Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre frühe Kindheit denken? Schreiben Sie Ihre Erinnerung am besten gleich auf, denn Erinnerungen sind flüchtig, vor allem dann, wenn Sie Ereignisse betreffen, die lange zurückliegen. Wobei das stimmt nicht ganz: Denn entscheidend, wie gut und an was Sie sich erinnern, ist nicht, wie viel oder wenig Zeit seitdem vergangen ist, sondern wie sehr Sie emotional oder mit einem anderen der fünf Sinne berührt waren. Daher werden Sie voraussichtlich etwas erinnern, was Sie in Ihrem sinnlichen Erleben – riechend, sehend, hörend, schmeckend, fühlend – stark ergriff.

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    Sie erleben eine schwierige Zeit? Ihre Gedanken fahren Karussell? Sie können sich schwer konzentrieren? Das Schreiben nach spirituellen Impulsen kann Ihnen helfen, sich wieder zu zentrieren und Kraft zu schöpfen...

    Nicht nur die Zeit am Schreibtisch zählt, wenn es darum geht, Texte zu erarbeiten. Es zählt auch die Zeit vor dem eigentlichen Schreiben und nach dem ersten Schreibdurchlauf beziehungsweise zwischen den Schreibzeiten. Das gilt für kurze aber auch für lange Texte...

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