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Ich schreibe, weil es für mich eine Möglichkeit ist, Gedanken und Gefühlen Worte zu geben, diese festzuhalten, sie zu komprimieren, zu modifizieren, zu reflektieren, um mich so sowohl auf emotionaler als auch auf kognitiver Ebene weiterzuentwickeln.

Die Lust am Schreiben: eine nie endende Verliebtheit in meine Muttersprache. Ich liebe den Zauber, der in ihr steckt und das in dem Bewusstsein, dass ich mich schriftlich besser, differenzierter und vielfältiger ausdrücken kann als mit dem gesprochenen Wort.

Schreiben ist für mich immer wieder eine Entdeckungsreise in unbekannte Welten. Es eröffnet mir Erkenntnisse über mich und "die Welt". Dabei nehme ich in Kauf, dass diese ganz schön an meine Substanz gehen können.

Mich trägt zudem der Wunsch, allein und ungestört meine Gedanken, Ansichten, Eindrücke, Gefühle in ganzer Länge darzulegen, ohne dass jemand anderer ihnen eine Richtung geben kann, die nicht meine ist, sie gar instrumentalisiert und umdeutet, siehe: politische Gespräche in den Medien.