Mittwoch, 29 August 2018 23:36

In Übergängen wachsen

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Gap of Dunloe Gap of Dunloe © Michaela Frölich

Es ist nicht mehr, noch ist es schon... Übergänge gehören zum Leben und fordern den Menschen auf, weiterzugehen. Stehen bleiben geht nicht.

 

Es gibt Übergänge, auf die wir uns vorbereiten können: z.B. von der Schule zum Berufsleben, die Gründung einer Familie, vom Berufsleben in den Ruhestand. Aber es gibt auch Übergänge, die unerwartet auf uns zukommen: z.B. eine neue Beziehung oder ein Fortgang.

Egal, ob es sich nun um generelle oder individuelle Übergänge handelt, es entsteht ein Zwischenraum. Es ist nicht mehr, noch ist es schon. Manchmal fühlt es sich auch an wie eine Lücke. Wir sind innerlich weder hier noch da, sondern befinden uns im Übergang, in einem Prozess. So wie sich die äußeren Umstände wandeln oder gewandelt haben, muss das Innere eine Metamorphose durchlaufen.

Übergangszeiten können verunsichern, vor allem, wenn es Veränderungen auf mehreren Ebenen gibt. Das geschieht zum Beispiel, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, im Übergang zum Ruhestand oder bei längerer Krankheit: Das Lebensumfeld, die Tagesstruktur und das soziale Miteinander verändern sich. Was jahre- oder jahrzehntelange Struktur geboten hat, weicht einem Feld, das noch erobert werden möchte. Ein Raum öffnet sich und möchte, muss gestaltet werden.

Welche Chancen bietet ein Übergang? Er bietet die Gelegenheit, in sich hinein zu spüren, was noch gelebt werden möchte. Wünsche und Sehnsüchte dürfen erfühlt werden. Man orientiert sich im ungewohnten Raum und richtet sich neu aus.

Was hilft im Übergang? Auf Vorgehensweisen zurückzublicken, die man bereits kennt. Zu überlegen, was hat mir früher geholfen, wenn ich im Übergang war. Lange Spaziergänge in der Natur, Momente der Stille, Meditation, Gespräche mit Freunden sind Beispiele für Praktiken, die in Wandlungszeiten helfen können, sich selbst auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus gilt es, sich bewusst zu werden, was man zusätzlich braucht, um sich weiter zu entwickeln. Denn in jedem neuen Übergang, steht der Mensch vor neuen Hürden, die überwunden werden möchten.

Biografiearbeit bietet einen geschützten Raum, um sich selbst im Rückblick wahrzunehmen, die gegenwärtigen Bedürfnisse herauszukristallisieren und daraus Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Siehe hierzu kommende Veranstaltung am Sa. 20. Oktober 2018, 9-18 Uhr, "Biografiearbeit: Übergänge meines Lebens" >

Gelesen 63 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 05 September 2018 10:22

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